Wie wir überwintern – Den Lebensmut durch die harten Zeiten retten
Mirjam Zadoffs aktuelles Buch regt an, trotz der aktuellen globalen Krise nicht zu resignieren, sondern neuen Lebensmut im Alltag zu finden:
Darauf waren wir nicht vorbereitet: dass in Europa Krieg herrscht, die westliche Allianz zerbricht, Rechtsradikale Wahlen gewinnen. Es kann noch lange dauern, bis die Zeiten wieder besser werden. Was tun? Wir müssen uns engagieren, brauchen aber auch Ideen, wie wir diese harten Jahre durchstehen. Viele haben Angst um sich oder ihre Familie, weil Hass und Hetze gegen ihre Gruppe zunehmen. Vieles, das wir erreicht haben, wird wieder in Frage gestellt, soziale Solidarität, Diversität und selbst Frauenrechte. Mirjam Zadoff macht ein paar Vorschläge: Wir bleiben menschlich, solidarisieren uns mit Schwächeren, schmieden ungewohnte Allianzen, öffnen unsere Türen und lesen endlich die Bücher von Hannah Arendt. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, wach zu bleiben und trotzdem ein gutes Leben zu führen. Fangen wir an! Meri Uhlig, Integrationsbeauftragte und Leiterin des Büros für Integration Karlsruhe, wirft mit Mirjam Zadoff einen Blick aufs Weltgeschehen und welche Strategien sich konkret für das Leben in Karlsruhe daraus ableiten lassen.
Referent*in:
Mirjam Zadoff, Jahrgang 1974, studierte Geschichte und Judaistik in Wien und München. 2014 bis 2019 war sie Professorin für Jüdische Studien und Geschichte an der Indiana University Bloomington, seit 2018 leitet sie das NS-Dokumentationszentrum in München. Als Gastprofessorin unterrichtete sie unter anderem in Zürich, Berkeley und Berlin. Sie ist Honorarprofessorin an der Technischen Universität München und außerplanmäßige Professorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zu ihren Veröffentlichungen zählt auch »Der rote Hiob. Das Leben des Werner Scholem« (2014), ausgezeichnet mit dem Fraenkel Prize for Contemporary History.
Es wird um Anmeldung gebeten bis Montag, 23.3.26 an buero.fuer.integration@karlsruhe.de