„Stitches against violence“ (Maschen gegen Gewalt: Aktion gegen geschlechtsspezifische Gewalt )

„Stitches against violence“ (Maschen gegen Gewalt: Aktion gegen geschlechtsspezifische Gewalt )

Wann:
Wo: Durlacher Tor (Haltestelle), dann Tram 2
Tags: #aktion

Am 28.1. möchten wir uns an einer weltweiten Strick- und Häkelaktion beteiligen, um auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam zu machen. Die Aktion wurde von einem Strickkollektiv (Stitch Sip Knit) aus Wien ins Leben gerufen.

Für die Aktion treffen wir uns um 17:45 Uhr am Durlacher Tor und fahren – strickend und häkelnd – ab 18 Uhr mit der Tram 2 über den Hauptbahnhof zum Europaplatz. Als Wiedererkennungszeichen könnt ihr gerne etwas Rotes, wie eine rote Mütze oder einen Schal, tragen.

Packt einfach eure Strick- und Häkelnadeln mit ein und los geht’s!

Infotext:

Um was geht’s genau?

Mit „Stitches against violence“ („Maschen gegen Gewalt“) möchten wir auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam machen. Diese Gewalt umfasst insbesondere Gewalt gegen Frauen* und damit alle Handlungen, die sich gegen eine Frau* richten, weil sie eine Frau* ist und zu körperlichen, sexuellen, psychischen oder wirtschaftlichen Schäden oder Leiden führen. Dazu gehört außerdem auch die Androhung von solchen Gewalttaten und auch Gewalt, die sich gegen trans, intergeschlechtliche oder nicht-binäre Personen richtet, aufgrund ihres (zugeschriebenen) Geschlechts sowie ihrer Geschlechtsidentität.

Geschlechtsspezifische Gewalt steht im Kontext patriarchaler Machtstrukturen. Die Täter sind fast immer Männer und die Partner, Expartner, Ehemänner, Väter oder Söhne der Betroffenen. Die höchste Eskalationsstufe von geschlechtsspezifischer Gewalt sind Femizide – das Töten von Frauen, trans, intergeschlechtlichen und nicht-binären Personen aufgrund ihres Geschlechts. Fast jeden Tag wird in Deutschland ein Femizid verübt.

Warum protestieren wir strickend und häkelnd?

Handarbeit, wie es auch Stricken und Häkeln sind, stehen in unserem Protest symbolisch für das Häusliche. Zu Hause sollte für alle Personen ein sicherer Ort sein, allerdings sieht die Realität anders aus. Geschlechtsspezifische Gewalt findet häufig im näheren sozialen Umfeld und im eigenen zu Hause der betroffenen Personen statt. Indem wir mit unserem Protest die private und häusliche Handarbeit in den öffentlichen Raum bringen, wollen wir auf die Gefahr aufmerksam machen, der viele Betroffene in ihrem eigenen zu Hause ausgeliefert sind.

Quellen: https://gemeinsam-gegen-sexismus.de/glossar-posts/geschlechtsspezifische-gewalt/

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