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SUMMARY:Lichter der Straße
DTSTART:20260102T153000Z
DTEND:20260102T173000Z
CATEGORIES:Film\,Sonstiges
DESCRIPTION:16:30\nAuf der Suche nach reisenden Frauen trifft die
  Regisseurin auf eine Wandergesellin\, eine Van-Bewohnerin und zwei
  jenische Frauen. Mit poetischen Texten und Bildern folgt sie ihren Wegen
  – und entdeckt inmitten geordneter deutscher Landschaften verborgene
  Räume des Unterwegsseins.\nWas heißt es\, heute in Deutschland
  nomadisch zu leben? Wie wird man wahrgenommen\, wenn einem das
  In-Bewegung-Bleiben wichtiger ist als Besitz oder sozialer Status? Welche
  Vorurteile begegnen Menschen\, die jenseits der 40-Stunden-Festanstellung
  arbeiten und erfüllt sein wollen? Um Antworten auf diese Fragen zu
  bekommen\, geht Anna Friedrich ein Stück des Weges zusammen mit vier
  Frauen\, die das Reisen dem Sesshaften vorziehen.Die Wandergesellin
  Magdalena liebt die Intensität des permanenten Neuanfangs\, doch ihr Weg
  bleibt ein ständiges Aushandeln zwischen der Freiheit des Wanderns und
  der Beständigkeit ihres Berufs als Landwirtin.Johanna ist seit Jahren
  als Aktivistin mit ihrem umgebauten Lkw auf verschiedenen Wagenplätzen
  zu Hause und beteiligt sich immer wieder an politischen Protesten wie
  Waldbesetzungen.Elwera\, eine ehemalige Hochseilartistin\, und ihre
  Enkelin Ghislaine gehören zur Gemeinschaft der Jenischen\, die von Markt
  zu Markt ziehen und damit eine seit Generationen bestehende Tradition
  fortführen. Die Jenischen sind eine eigenständige\, transnationale
  ethnische Minderheit mit eigener Sprache\, eigener Kultur und eigenen
  Traditionen. Sie sind ein fester Bestandteil Deutschlands und Europas und
  doch führen sie meist ein Leben am Rande der Gesellschaft. Ausgrenzung
  und Diskriminierung bis hin zum Rassismus sind auch heute noch keine
  Seltenheit.\nRegisseurin Anna Friedrich nutzt die Gespräche\, um die
  eigene Sehnsucht nach dem Unterwegssein genauer auszuleuchten\, aber
  auch\, um die sesshafte Welt im Blick dieser Frauen kritisch zu spiegeln.
  So werden die Potenziale des Nomadischen sichtbar – und wie sie
  zwischen Niederlassungserlaubnissen und Gartenzäunen zu verkümmern
  drohen. Wenn man sich auf die andere Seite des Zauns begibt\, tun sich
  Möglichkeiten auf.\nIm Anschluss an die Vorstellung findet ein
  Filmgespräch mit Anna Friedrich (Regie)\, Renaldo Schwarzenberger
  (Vorstandsmitglied vom Zentralrat der Jenischen in Deutschland e.V.) und
  Jessica Reichert (Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.) statt. Die
  Moderation übernimmt Kimlotte Stöber (Kinemathek Karlsruhe). Die
  Veranstaltung entsteht in Zusammenarbeit mit: Geschichtswerkstatt
  Tübingen e.V.\, Gesellschaft für bedrohte Völker\, Regionalgruppe
  Karlsruhe und Zentralrat der Jenischen in Deutschland
  e.V.\n\nhttps://kinemathek-karlsruhe.de/film/lichter-der-strasse/
LOCATION:Kinemathek\, Kaiserpassage 6 76133 Karlsruhe
GEO:49.010608500000004;8.396970535255974
ORGANIZER:mailto:Kinemathek
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