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SUMMARY:Kritik des Autoritarismus
DTSTART:20260616T170000Z
CATEGORIES:Vortrag\,Sonstiges
DESCRIPTION:K-Gruppen als Zuspitzung der autoritären
  Gesellschaftsform\n\nVortrag von Jonathan Eibisch\n\nSogenannte
  Kader-Gruppen verschiedener Ausrichtung sind seit ca. 2020
  deutschlandweit\, sogar europaweit auf dem Vormarsch. Das Phänomen\,
  welches im Nachgang der 68er-Bewegung bekannt wurde\, wurde offenbar
  wiederbelebt. Neoleninistische Gruppierungen bleiben dabei keineswegs nur
  obskure Vereinigungen von hängengebliebenen Alt-Genoss*innen. Vielmehr
  ziehen sie verstärkt junge Menschen an und reklamieren den Faktor
  Militanz für sich. \n\nFür Anarchist*innen ist diese Entwicklung aus
  mehreren Gründen ärgerlich und beängstigend. Zum einen werden
  autoritäre Kommunist*innen als unliebsame Konkurrenz erlebt.
  Andererseits kann bei ihnen zurecht verkürzte Herrschaftskritik\,
  verbunden mit aufgewärmten\, billigen Versprechungen konstatiert werden.
  Weiterhin prägen sie ihre Mitglieder und Sympathisant*innen in
  autoritären Denkmustern und Verhaltensweisen. \n\nSchauen wir genauer
  hin\, wird allerdings deutlich\, dass der Auftrieb des neoleninistischen
  Pseudo-Kommunismus Ausdruck und Symptom von umfangreichen autoritären
  Zuspitzungen in der Gesellschaftsform insgesamt ist. Wie in den 70er
  Jahren handelt es sich bei ihm um eine Verfallserscheinung von
  emanzipatorischen sozialen Bewegungen. Diese korreliert mit der Zunahme
  staatlicher Repression\, der Faschisierung weiterer sozialer Milieus\,
  der Verdrängung grundlegender Krisenerscheinungen\, dem Angriff auf die
  liberale Demokratie\, sowie mit dem Abbau sozialer Sicherungen. \n\nWer
  K-Gruppen kritisiert\, muss sich ebenso die Frage stellen\, warum 20% der
  Bevölkerung extrem rechte Ansichten teilen oder zumindest offen
  unterstützen und warum knapp 5% der Wähler*innen BSW ihre Stimme geben.
  Thematisiert werden muss\, wie Regierungen Minderheiten in Geiselhaft
  nehmen\, um autoritäre Maßnahmen durchzusetzen oder warum viele
  aggressiv darauf reagieren\, wenn Menschen sich selbst bestimmen wollen.
  \n\nAm 16.06.2026 um 19 Uhr in der Kinemathek (Kaiserpassage 6\, 76133
  Karlsruhe)\n
LOCATION:Kinemathek\, Kaiserpassage 6 76133 Karlsruhe
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ORGANIZER:mailto:What´s Left...? 
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