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SUMMARY:Kundgebung International Safe Abortion Day
DTSTART:20260928T153000Z
CATEGORIES:Demo/Kundgebung\,Queerfeminismus
DESCRIPTION:Ersatzlose Streichung des §218 StGB – unser Kampf geht
  weiter! \n \nOb wir Kinder wollen\, wann und wie viele\, werden wir
  Frauen auch in Zukunft selbst entscheiden. Es ist immer eine
  Lebensentscheidung\, die von vielen sozialen und privaten Gründen
  abhängig ist. Die Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruchs –
  kostenlos und nach den bestmöglichen medizinischen Erkenntnissen
  durchgeführt - gehört dazu\, um tatsächlich eine freie Entscheidung
  treffen zu können. Weder Kirche noch Staat können durch Repression\,
  Vorschriften\, Pseudomoral und Kriminalisierung Schwangerschaftsabbrüche
  verhindern. Es geht letztlich um Frauenunterdrückung und den
  patriarchalen Zugriff auf Frauenkörper. Dem werden wir uns nicht nur am
  “Safe Abortion Day” widersetzen. \n \nWir fordern\, wir bitten
  nicht! \n \nAm internationalen Aktionstag “Safe Abortion Day”
  werden weltweit Frauen auf die Straße gehen\, um für das Recht auf
  freien Zugang zum Schwangerschaftsabbruch zu demonstrieren.  \nIn
  (West-)Deutschland sind Schwangerschaftsabbrüche seit über 150 Jahren
  durch den §218 im Strafgesetzbuch verboten\, und seit jeher regt sich
  Widerstand gegen das Abtreibungsverbot. Trotz einer großen
  zivilgesellschaftlichen Aufmerksamkeit und der umfangreichen
  „Abtreibung legalisieren!“-Kampagne im Herbst 2024 wurde der
  Paragraph aber auch von der vermeintlich progressiven Ampel-Regierung
  immer noch nicht abgeschafft. Die aktuelle Merz-Regierung hat ohnehin
  kein Interesse daran\, sich damit zu beschäftigen\, was wir Menschen
  wollen oder brauchen. \n \nMit den aktuellen Landtagswahlen in der BRD
  sehen wir uns mit einem deutlichen Rechtsruck auch in der BRD
  konfrontiert. Reaktionäre Kräfte wollen Frauen wieder zurück an den
  Herd drängen. Mit dem Erstarken der AfD wird ein religiös-reaktionär
  geprägtes Frauenbild wieder salonfähig gemacht. Frauen sollen
  verpflichtet werden\, möglichst viele Kinder zu bekommen\,
  Schwangerschaftsabbruch wird als Mord bezeichnet und soll entsprechend
  hohen Strafandrohungen unterliegen\, Ärzte und Ärztinnen werden
  kriminalisiert\, Beratungsstellen angegriffen.  \nDie
  Beratungsstellen\, die es noch gibt\, sollen den Sozialkürzungen zum
  Opfer fallen. Stellen bei pro familia\, Beratungsstellen zu
  Kindesmissbrauch oder Vergewaltigung oder Frauenhäuser -für sie alle
  werden im Sinne der Kriegstüchtigkeit Gelder gestrichen\, um diese in
  die Rüstungsindustrie zu stecken. Wir Frauen sollen die Zeche zahlen
  für Kriege\, die wir nicht wollen\, und für eine Politik\, die nicht
  unsere ist. Uns wird das Geld gestrichen\, damit es in die
  Militarisierung gesteckt werden kann\, und gleichzeitig sollen wir als
  Gebärmaschinen für den Krieg herhalten. Da machen wir nicht
  mit! \nAuch wenn Frauen Kinder bekommen wollen müssen die Bedingungen
  dafür deutlich verbessert werden\, um eine Emanzipation zu ermöglichen:
  Mehr und kostenlose Kitaplätze\, gerecht verteilte Care Arbeit usw. Wir
  wollen auch für unsere Kinder in eine lebenswerte Welt erkämpfen! \nVor
  diesem Hintergrund ist nicht nur eine weitere Mobilisierung in Sachen
  reproduktive Gerechtigkeit dringend geboten\, sondern auch ein
  Verständnis zu entwickeln\, die Frauenbefreiungsbewegung als aktiven
  Teil der antimilitaristischen und antifaschistischen Bewegung zu
  verstehen. \n \nWir sind wütend! \nDie aktuelle Politik ist ein
  Angriff auf erkämpfte Rechte und mit Verschlechterungen unserer
  Lebensbedingungen verbunden. Frauenunterdrückung hat System und der
  Kampf um reproduktive Gerechtigkeit ist ein Teil davon. Wenn wir weiter
  für die ersatzlose Streichung des §218 StGB kämpfen\, dann tun wir das
  im Bewusstsein\, auch das Patriarchat und den Kapitalismus als Ursachen
  anzugreifen und den Zusammenhang zwischen den verschiedenen Ebenen der
  Frauenunterdrückung durch die aktuelle Politik herzustellen. \nLasst
  uns unsere Wut über diese Politik gemeinsam am 28.09. auf die Straße
  tragen! Wir werden nicht verstummen\, sondern unsere rebellische Praxis
  fortführen. In diesem Sinne rufen wir alle auf am Montag\, den 28.
  September mit uns auf die Straße zu gehen. Kundgebung 17:30 Uhr am
  Friedrichsplatz. \n\n  \n \n  \n  \n \n \n \n \n \n \n
LOCATION:Friedrichsplatz
ORGANIZER:mailto:IL Karlsruhe
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